Teufelsmauer 2012 – Dem Teufel auf der Spur

An einem schönen Oktobersonntag (14.10.12) hatten sich 14 Vereinsfreunde zusammengefunden um die herbstliche Laubfärmung im Vorharz bei einer kleinen Wanderung zu genießen. Start der Tour war der Parkplatz „Am Schnappelberg“ im Ort Blankenburg.

Beginnend mit einem kleinen Anstieg zum Großvaterfelsen mit herrlicher Aussicht über den Ort Blankenburg mit seinem Schloß und über die Höhenzüge des Harzes winkte bereits der erste Stempel für die Harzer-Wandernadel. Dem Klippenweg weiter folgend erreichte die Gruppe kurz darauf die zum Andenken an den Blankenburger Bürgermeister Löbbecke an einem Felsen errichtete gusseiserne Gedenktafel. Der Wegabschnitt des von ihm angelegten Weges trägt daher auch den Beinamen Löbbeckestieg.

Oberhalb der Klippen ging es bei fantastischen Aussichten zwischen Felsen hindurch, über Naturstufen, an kleinen Klippen vorbei bis zum Teufelssessel. Die Sage über die Teufelsmauer berichtet zu ihrer Entstehung folgendes: Die Sage vom „Teufel und Hahn“:

Die erste Variante der Sage lässt eine Marktfrau mit Hahn aus Cattenstedt kommen:

„Gott und Teufel stritten sich um den Besitz der Erde; sie einigten sich, Gott sollte das fruchtbare Flachland behalten, der Teufel das erzhaltige Harzgebirge bekommen, wenn er bis zum ersten Hahnenschrei eine Grenzmauer fertig hätte. Er baute sie bis zum Harzrande. Als noch ein Stein fehlte kräht der Hahn, den eine Marktfrau aus Cattenstedt, die auf dem Weg nach Blankenburg war, im Korb hatte. Die Arbeit war vergeblich und der Teufel zerschlug wütend sein Werk.“

Die zweite Variante lässt die Bäuerin aus Timmenrode kommen:

„Vor grauer Zeit kam der Teufel mit dem Herrn überein, Gütertrennung vorzunehmen. Der Harz aber sollte sein Herrschaftsbereich sein. So wetteten sie miteinander, dass er das Gebiet haben dürfe, wenn es ihm gelänge, in einer einzigen Nacht eine Mauer darum zu ziehen, hoch schwer und eisern wie die Bauwerke der Kaiser. Gesagt, getan, das Mauerwerk wuchs in der Dunkelheit. Da ließ der Herr eine Bäuerin aus Timmenrode mit ihrem Hahn im Korb zu Markte gehen und sie über einen kleinen Kiesel stolpern. Da reckte der Hahn im Korb den Hals und begann zu krähen. Der Teufel glaubte, die Nacht sei zu Ende und schleuderte vor Wut den Schlussstein gegen das Bauwerk, so dass nur noch Bruchstücke stehenblieben.“

(Quelle: Wikipedia)

Nach dem Abstieg in den Sautrog, einem Buchenwald am Fuße der Teufelsmauer folgte der letzte Anstieg zum Ziel der Wanderung dem „Hamburger Wappen“ bei Timmenrode. Die markante Sandsteinformation mit ihren drei steil aufragenden Felsnadeln erinnert in ihrem Aussehen an das Wappen der Hansestadt Hamburg mit den darin enthaltenen 3 Türmen. Hier befand sich zur Freude der „Stempler“ ein weiterer Standort der Harzer Wandernadel.

Frisch gestärkt nach einem Picknick mit Bouletten, Äpfeln, Kaffee, Glühwein und Othello-Keksen ging es im Sonnenschein den Südhangweg zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung.

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